Berlin --> Stockholm - eine magische Reise!
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- Feb 2
- 3 min read
Heute – am 31. Januar 2026 – geht’s endlich richtig los!
Gegen 15 Uhr habe ich mich fertig gemacht, alle meine Sachen geschnappt (und ja, es ist eine Menge: zwei Koffer, ein großer Rucksack und eine kleine Tasche für alle wichtigen Dokumente) und mich auf den Weg zum Berliner Hauptbahnhof gemacht, um den SJ EuroNight Train nach Schweden zu nehmen.
Der Abschied von meinen Katzen und meiner Familie hat zwar etwas gedauert, aber mein Bruder und ich haben’s pünktlich zum Zug geschafft – er durfte übrigens hauptsächlich mit, um mein Gepäck zu schleppen. Prioritäten und so. 😅
Der SJ EuroNight Train nach Göteborg

Abfahrt Berlin Hauptbahnhof – 16:18 Uhr
Ehrlich gesagt wusste ich nicht so recht, was mich bei einer Nachtzugfahrt erwartet. Aber so klein hatte ich mir das Ganze dann doch nicht vorgestellt! Der Gang zu meinem Liegewagen war kaum breit genug für mich und meinen Koffer, und das Abteil selbst? … winzig! Wenn ich mich einmal zur Seite gedreht hätte, wäre’s das gewesen. 😂
Mit etwas Glück und meinen ausgeprägten Tetris-Skills habe ich es aber geschafft, alles irgendwie zu verstauen – inklusive mir selbst – und mich auf die Fahrt (und mein neues Leben für die nächsten fünfeinhalb Monate) einzustellen.

Etwa dreieinhalb Stunden später habe ich dann meine Mitbewohnerin auf Zeit kennengelernt – eine supernette junge Frau aus Göteborg, die zum Glück nur einen Rucksack dabeihatte. Wir haben bis spät in die Nacht gequatscht – über Stockholm, Arbeit, Jungs, Mädels… einfach über alles – bis wir irgendwann um Mitternacht beschlossen haben, wenigstens zu versuchen, zu schlafen.
Die Nacht war… na ja, sagen wir mal unruhig. Laut meiner Smartwatch habe ich sage und schreibe 2 Stunden 15 Minuten geschlafen – nicht gerade traumhaft. 😅 Immerhin habe ich dadurch ein paar Videos von der Fahrt aufgenommen – die findet ihr bald im Video-Bereich des Blogs, sobald ich herausgefunden habe, wie man sie hochlädt.
Ankunft in Göteborg

Um 6 Uhr morgens sind meine Zimmernachbarin und ich aufgewacht und haben uns Frühstück besorgt. Es gab ein liebevoll gepacktes Päckchen mit allem, was man braucht: Brot mit süßem und herzhaftem Aufstrich, Butter, Joghurt mit etwas Müsli, eine Tomate, ein Stück Paprika, Apfelsaft und Kaffee. Ziemlich einfach, aber richtig lecker.
Knapp 50 Minuten später, also um 7:00 Uhr, kamen wir in Göteborg an – Zeit, umzusteigen in den SJ Hochgeschwindigkeitszug (X2000) Richtung Stockholm.
SJ Hochgeschwindigkeitszug X2000 nach Stockholm
Da ich etwa eine Stunde und zwanzig Minuten Aufenthalt hatte, habe ich mir erstmal eine kleine Bank in der Bahnhofshalle gesucht, mir noch einen Kaffee geholt und meine Mutter angerufen – dabei sie natürlich direkt geweckt. Upsi. 😬
Das Einladen meines ganzen Gepäcks in den nächsten Zug war dann wieder sportlich, aber zum Glück hat mir ein netter junger Mann geholfen, einen meiner Koffer hochzutragen. Ich schwöre, Frau sein und ein bisschen hilflos aussehen hat seine Vorteile – wobei, ich hab ihn ja auch einfach nett gefragt. Also: Fragen hilft auch. 😉
Stockholm-ÖPNV meistern: Ein Reiseabenteuer!
Nach dreieinhalb Stunden „Two Broke Girls“-Bingen und Schneelandschafts-Glotzen trudelte ich endlich in die Stockholm Centralstation rein. Ich hatte total vergessen, wie IRRSINNIG verwirrend dieser Bahnhof ist… aber Stockholm hat’s mir blitzschnell in Erinnerung gerufen. Oh man…

Glücklicherweise wartete mein Kumpel Joseph schon auf mich – zusammen haben wir uns dann *nur ein bisschen* verlaufen, während wir nach dem Pendeltåg (S-Bahn in Stockholm) gejagt haben, der mich zu meiner WG bringen sollte.
Weitere 40 Minuten nervöses Ticket-Scanen, Zug-Bus-Wechsel-Chaos – und zack, tadaaa! Wir waren in meinem neuen Zuhause!
Eine Reise die mir für immer im Gedächtnis bleiben wird: voller toller Leute, wunderschöner Landschaften und fast gar keinem Schlaf :D Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich’s genau so wieder machen!
Extra! Der Trip-Nachhall & meine erste Nacht
Während ich mein Leben in dieses kleine Zimmer gepackt habe, fühlte es sich langsam weniger wie „vorübergehende Bude“ an und mehr wie mein eigenes mini-schwedisches Königreich. Ich hab meine Pullover in den Schrank gehängt, meine Shampoos, Deos und Duschgele wie treue Soldaten aufgereiht und es (bisher!) geschafft, das Ganze nicht sofort in Chaos zu verwandeln.
Als ich fertig war, hatte ich einen Bärenhunger und so gar keine Lust auf einkaufen oder kochen, also haben Karolina und Ryan – meine mega Host-Mom und ihr cooler Sohn, in deren Wohnung ich das Zimmer miete – und natürlich ich, kurzerhand eine **Pizza-Party** ausgerufen: Eine erschöpfte Neu-Schwedin, eine Riesen-Pizza-Box und Netflix als VIP-Gast.
Wir haben zusammen reingehauen, uns über eine Serie gekichert, und schwups – Pizza weg, ich platt und bereit, im Bett umzufallen. 😴🍕

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