Woche 0.1 Wohnungssuche in Stockholm - Wie die Nadel im Heuhaufen
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- Jan 22
- 2 min read
Mission: Wohnung in Stockholm (fast) unmöglich
Nach einer langen und teils nervenaufreibenden Wohnungssuche in Stockholm - mit Absagen, ghosten und dubiösen Angeboten - habe ich meine Unterkunft schließlich über die Plattform „Qasa“ gefunden. Die Erleichterung war riesig, als klar war: Ich habe nicht nur ein Zimmer, sondern ein echtes Zuhause auf Zeit gefunden.
Meine Meerschweinchen-WG
Ich ziehe bei einer Mama, ihrem 18‑jährigen Sohn und mehreren Meerschweinchen ein – also irgendwo zwischen Familienanschluss und kleinem Privat-Zoo. Mein Zimmer ist groß genug, dass ich sowohl lernen als auch prokrastinieren kann, und mit allem ausgestattet, was man zum Überleben in Schweden so braucht (außer vielleicht einer eingebauten Kaffeemaschine).
Das Beste: Ich darf Wohnzimmer, Küche, Bad und Waschraum mitbenutzen, was bedeutet, dass ich offiziell Zugang zu allen wichtigen Orten des WG-Lebens habe – inklusive gemeinsamer Filme- und Spieleabende und „Wer hat den letzten Keks gegessen?“-Momente.

Telefonat mit der zukünftigen „WG-Mama“
Bevor ich eingezogen bin, habe ich schon mit der Mama telefoniert, und wir haben direkt mehrere Gemeinsamkeiten entdeckt – immer ein gutes Zeichen, wenn man nicht nach drei Minuten verzweifelt das Thema wechseln muss. Nach dem Gespräch hatte ich eher das Gefühl, in eine Art Bonusfamilie zu ziehen als einfach nur ein Zimmer zu mieten, was die ganzen „Was, wenn alle super seltsam sind?“-Szenarien im Kopf deutlich beruhigt hat.

Die Atmosphäre klingt nach ziemlich familiär, mit einem Hauch „Erasmus-Chaos“ und Meerschweinchenkommentar aus dem Hintergrund – ehrlich gesagt das ideale Setting für ein paar gute Geschichten im Laufe des Semesters und es wird mir helden meine beiden Fellnasen in Deutschland nicht zu sehr zu vermissen! (cue cute pet pics)
Leben im Süden: Hallo Hägersten
Mein neues Zuhause liegt im Süden von Stockholm im Stadtteil Hägersten, der Teil des Bezirks Hägersten‑Liljeholmen ist. Hägersten ist vor allem ein Wohngebiet mit vielen Grünflächen und ruhigen Straßen, also eher „Sonntagsspaziergang mit Kaffee in der Hand“ als „Clubnacht bis 5 Uhr“, was für meinen Arbeitsalltag wahrscheinlich gar nicht so schlecht ist.
Dafür ist man schnell in lebendigeren Ecken, und in Hägersten‑Liljeholmen gibt es einige gemütliche Cafés, die sich super zum Lernen, Leute beobachten oder einfach nur zum so-tun-als-ob-man-lernt eignen. Perfekt also, um den eigenen Koffeinkonsum auf ein angemessenes Schweden-Niveau zu bringen.

Mein tägliches Tunnelbana-Abenteuer

Zur Arbeit bzw. in die Innenstadt fahre ich mit der Tunnelbana, der Stockholmer U‑Bahn. Die Fahrt dauert ungefähr 30 Minuten ohne Umsteigen, was in Großstadt-Maßstäben quasi „direkt nebenan“ bedeutet und mir genug Zeit lässt, um wach zu werden, Podcasts zu hören oder einfach aus dem Fenster zu starren und so zu tun, als wäre ich schon total im schwedischen Alltag angekommen.

Zwischen dem ruhigen, grünen Süden und dem trubeligen Zentrum fühlt sich jeder Tag ein bisschen an wie ein Mini-Pendlerabenteuer – nur eben mit der Option, danach zu Meerschweinchen und Familienanschluss zurückzukehren.
In 9 Tagen geht's los mit dem Nachtzug nach Schweden! 🚆🌠



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