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Woche 19 - "Interim Koordinatorinnen" Modus, Überraschungsbesuch, Schmetterlinge und Haie

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  • Jul 14
  • 2 min read

Woche 19 fühlte sich so an, als wäre die Realität im Praktikumsalltag jetzt endgültig angekommen. Malin war im Urlaub, und plötzlich war der internationale E-Mail-Posteingang ganz offiziell mein Reich, mein kleines Schlachtfeld und gleichzeitig mein persönlicher Härtetest. Ich war also offiziell die Person, die die internationalen E-Mails im Blick behalten musste — was sehr professionell und entspannt klingt, bis man merkt, dass dazu auch Spam, Fragen, Weiterleitungen, Löschaktionen und gelegentlich ein sehr höfliches „Das schauen wir uns nächste Woche an“ gehören.


Montag, 8ter Juni 2026, begann mit meinem ersten Tag, an dem ich vollständig für die internationalen E-Mails verantwortlich war. Das bedeutete: prüfen, weiterleiten, beantworten, löschen und manchmal Kolleg:innen um Hilfe bitten, wenn etwas über meinem Montagmorgen-Gehirn lag. Außerdem habe ich eine Liste für Studierende erstellt, die einen Schwedischkurs machen möchten, was im Vergleich zum E-Mail-Chaos fast schon entspannend war. Es war so ein richtiger „Willkommen im Erwachsenenleben“-Tag, aber irgendwie habe ich ihn überlebt.


Dienstag lief mehr oder weniger genauso, nur dass ich langsam in den Modus der „interim international coordinator“ hineinkam — was deutlich schicker klingt, als es sich angefühlt hat. Ich leitete Fragen weiter, löschte Spam, beantwortete alles, was ich konnte, und verschob den Rest sehr diplomatisch auf die Zeit, wenn Malin zurück ist. Außerdem exportierte ich die Videos und schickte sie an die Kommunikationsabteilung, verschob ein geplantes Meeting um 9:15 Uhr und half Kolleg:innen, wo ich konnte. Nebenbei machte ich noch Notizen für meinen Blog und mein Arbeitsheft, weil ich anscheinend auch meine eigene Chaos-Dokumentation liebe. Nach der Arbeit wurde der Tag aber deutlich besser: Martin und Louise kamen mit ihrer Freundin Wiebke aus Erfurt auf ihrer Schweden-Roadtrip-Tour in Stockholm vorbei! Wir hatten glutenfreie Fika, gingen ein bisschen Second-Hand-Shopping in Gamla Stan und verabschiedeten uns dann am Hauptbahnhof — aber zum Glück nur für den Moment.


Mittwoch blieb dem E-Mail-Rhythmus treu, bekam aber durch unser Abteilungsmeeting etwas mehr Struktur. Ich aktualisierte die Liste der Studierenden, die sich für den Schwedischkurs interessieren, und bat sie freundlich, noch eine Woche auf die endgültige Einteilung zu warten, was sich sehr diplomatisch anfühlte. Nach der Arbeit traf ich mich wieder mit Martin und Louise und ging mit ihnen rund um Slussen einkaufen, was den Tag eher nach kleinem Stadtabenteuer als nach Arbeit wirken ließ.


Shopping mit Martin und Louise
Shopping mit Martin und Louise

Donnerstag und Freitag bestanden – ganz im Stil dieser Woche – weiterhin aus internationalen E-Mails, Weiterleiten, Antworten, Löschen und dem Aktualisieren der Liste für den Schwedischkurs. Nicht gerade glamourös, aber ehrlich gesagt hat so ein schön sortierter Posteingang auch etwas Beruhigendes, wenn er versucht, dramatisch zu sein. Am Ende der Woche hatte ich das Gefühl, eine neue Stufe im Praktikum erreicht zu haben: etwas sicherer, etwas resistenter gegen den Posteingang und trotzdem weiterhin dringend auf Fika angewiesen.


Das Wochenende brachte dann eine ganz andere Art von Abenteuer. Sebbes Mama nahm uns mit zu Haga Ocean – Fjärilshuset in Hagaparken, und obwohl es geregnet hat, war es ein wirklich schöner Ausflug. Es ist ein kleines Aquarium und Schmetterlingshaus, was schon für sich schön klingt, aber wir bekamen zusätzlich eine geführte Hai-Tour auf Schwedisch — die ich größtenteils verstanden habe, was ich jetzt einfach als Erfolg werte. Danach waren wir noch bei ChopChop essen, was irgendwie sehr zufällig und gleichzeitig sehr lecker war. Also ja: regnerisch, aber auf eine charmante Stockholm-Art.


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