Woche 4 - Letzte Woche des Winters
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- Apr 23
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Diese Woche drehte sich um genau eine Sache: die Bewerbungsfrist für internationale Studierende im Erasmus-Programm. Die Stimmung? E-Mails, Excel und eine Menge Copy‑Paste-Zauberei.
Am Montag bestand meine Hauptaufgabe darin, Erasmus-Bewerbungen zu checken. Immer wieder. Und wieder. Und nochmal. Ich habe gefühlt den ganzen Tag jede einzelne Bewerbung durchgeklickt: überprüfen, ob alle Infos da sind, während ich Namen, E-Mails, Heimatunis, Koordinator*innen, YouTube-Links und Studiengänge in meine wunderschöne, pastellfarbene Excel-Tabelle kopiert habe.

Ich habe Lebensläufe, Motivationsschreiben, Nominierungen, funktionierende Links und Zeugnisse geprüft – erst wenn alles vollständig war, war mein Job erledigt. Bis dahin hieß es vor allem: Studierenden hinterherlaufen wegen ordentlicher CVs und fehlender Zeugnisse – und das in irgendeiner der fünf Sprachen, die mein Chef und ich zusammen sprechen.
Gegen Ende des Tages hatte ich wieder meinen Schwedischkurs, der sich schon deutlich weniger verwirrend angefühlt hat als noch vor zwei Wochen.
Außerdem ist es (vorerst) die letzte Schneewoche… also war mein After-Work-Ritual: Spaziergänge im Schnee.
Dienstag hieß es: noch mehr Bewerbungen, noch mehr E-Mails und noch mehr freundliche „Könnten Sie bitte…“-Erinnerungen. Ich habe weiter Studierenden wegen fehlender CVs geschrieben und Koordinator*innen wegen Nominierungsschreiben genervt – natürlich immer maximal höflich.
Zusätzlich habe ich angefangen, die Liste der internationalen Partnerhochschulen von KMH zu überarbeiten und eine neue Version für die Website nächstes Jahr vorzubereiten. Bedeutet: recherchieren, Kontaktinfos raussuchen, Websites checken, Erasmus-Codes sammeln und alles fein säuberlich in Excel einpflegen, nach Name und Land sortieren und anschließend in ein Word-Dokument verwandeln – damit das Webteam später nicht verzweifelt.

Mittwoch habe ich morgens weiter an dieser Liste gearbeitet, bevor unser wöchentliches Teammeeting anstand. Dort wurde ich überraschend mit Kanelbullar zu einer verfrühten Geburtstagsfeier überrascht – in Deutschland würde das ja Unglück bringen, in Schweden ist es anscheinend einfach nur… sehr nett und sehr lecker.
Es war außerdem das erste Meeting, in dem ich den Großteil verstanden habe und mich allgemein deutlich weniger planlos gefühlt habe – ein kleines persönliches Erfolgserlebnis 😌Der Rest des Tages bestand wieder aus E-Mails und Bewerbungen – plus einer gemütlichen Fika mit meinen Kolleg*innen.

Am Donnerstag habe ich nach dem Beantworten der meisten E-Mails von zukünftigen KMH-Studierenden meiner Kollegin Ida bei einer sehr wichtigen, aber auch sehr repetitiven Aufgabe geholfen: Excel-Tabellen mit den Ergebnissen der Aufnahmeprüfungen aktualisieren, kopieren und hochladen. Nicht gerade glamourös, aber es hat ihr viel Zeit gespart – und sie war super dankbar.
Danach ging es wieder zum Schwedischkurs – mein Gehirn war diesmal etwas langsamer unterwegs (Team müde), aber wir haben es trotzdem durchgezogen.
Freitag, kurz vor der Deadline, kamen natürlich nochmal extra viele Bewerbungen rein. Meine Vorhersage für Montag: viel zu viele Last-Minute-E-Mails von panischen Bewerber*innen = viel zu viel Arbeit für mich 😅

Zwischen einem kurzen Moment in Södermalm kurz vor Sonnenuntergang und der Vorfreude auf meinen Geburtstag am Samstag ist der Tag nur so verflogen – und ich war mehr als bereit fürs Wochenende.
Als ich nach Hause kam, wartete schon ein Geburtstagspaket aus Deutschland auf mich (das ich natürlich ganz brav erst am Samstag geöffnet habe) und ich habe den Nachmittag entspannt in meiner mittlerweile schneefreien Stadt ausklingen lassen.
Vielleicht erzähle ich euch ein anderes Mal, wie ich meinen Geburtstag gefeiert habe… 🎂✨



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