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Woche 5 - Fristen und Studenten

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  • Apr 23
  • 2 min read

Nach einer Woche voller Routinen, Wiederholungen und Fika-getriebener Konzentration brachte der März plötzlich ein bisschen Chaos – aber im bestmöglichen Sinne. Es war so eine Woche, in der das Postfach einfach nie still war, Deadlines immer näher rückten und trotzdem jeder Tag irgendwie anders war als der davor.


Café AB in Midsommarkransen
Café AB in Midsommarkransen

Der Montag startete direkt mit einer E-Mail-Lawine: 108 Nachrichten warteten morgens auf mich – alle von Erasmus-Bewerber*innen, die sich zwei Tage vor der Deadline daran erinnert haben, dass sie ja noch etwas einreichen wollten. Es war definitiv ein „einmal tief durchatmen und einfach irgendwo anfangen“-Tag. Ich habe an dem Tag übrigens auch gekündigt… als verfrühter Aprilscherz natürlich.

Nach dem ersten Schreck bestand der Tag aus einer langen Mischung aus Bewerbungen checken, Dokumente doppelt und dreifach prüfen und versuchen, bei all den kleinen Details rund um Austauschprogramme den Überblick zu behalten. Außerdem hatten wir mit dem Schwedischkurs einen kleinen Ausflug nach Midsommarkransen, wo wir Leute interviewen und – natürlich – eine Fika machen mussten, um die Stockholmer Vororte besser kennenzulernen.


Dienstag war dann endlich Deadline-Tag, was natürlich bedeutete: noch mehr Bewerbungen, noch mehr Dokumente und ganz viel „ist wirklich alles vollständig?“. Nebenbei habe ich Studierende und Lehrende getroffen, bei Erasmus Learning Agreements geholfen und mich durch den üblichen Papierkram für Kurzzeitmobilitäten gearbeitet. Einer dieser Tage, die sich währenddessen etwas monoton anfühlen, aber im Hintergrund ziemlich wichtig sind.


Mittwoch ging in eine kleine Verlängerung, weil die Deadline wegen einiger Nachzügler und der Feiertage in der Woche davor verschoben wurde. Sehr praktisch, sehr schwedisch, sehr geschätzt.Später gab es ein Infodesk-Meeting mit Ida, Alma und Isabella, um die anstehende Aufnahmeprüfungswoche vorzubereiten – der Fokus wanderte also langsam vom Erasmus-Chaos zum nächsten großen Programmpunkt.


Am Donnerstag kamen die letzten Dokumente der Bewerber*innen rein, ich habe die Excel-Liste für die Fachbereichsleitungen fertiggestellt und mich mit George, dem Erasmus-Student-Ambassador, über die kommende Study-Abroad-Fika ausgetauscht. Wir haben auch über Flyer-Ideen gesprochen – und irgendwie machen Flyer Meetings automatisch ein kleines bisschen unterhaltsamer.

Nach der Arbeit ging es dann nach Gamla Stan zu einem schicken Dinner im mittelalterlichen Stil und einer kleinen Postkarten-Shoppingrunde – ehrlich gesagt die perfekte Belohnung nach so einem vollen Tag.


Bild aus der digitalen Tour: https://www.sjattetunnan.se/vara-lokaler
Bild aus der digitalen Tour: https://www.sjattetunnan.se/vara-lokaler

Freitag wurde es dann endlich etwas ruhiger. Ich habe noch ein paar letzte E-Mails beantwortet von Bewerberinnen, die spontan doch noch ihre CVs aktualisieren oder neue YouTube-Links schicken wollten (natürlich 😄), hatte Fika mit meinen Kolleginnen und habe bei den Vorbereitungen für die Antagningsveckan geholfen.

Es war ein deutlich sanfterer Abschluss für eine ziemlich volle Woche – und genau das, was man nach so viel Deadline-Stress braucht.


Am Wochenende habe ich mich größtenteils vom Stress erholt und Stockholm diesmal ohne Schnee weiter erkundet. Manchmal ist das beste Wochenende einfach das, bei dem man weiß: Im Postfach wartet nichts Dringendes.

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